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Kinderspital Zürich: Zunahme der Fälle von psychischer Misshandlung und Vernachlässigung

Die Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle des Universitäts-Kinderspitals Zürich vermeldet eine Zunahme der Verdachtsfälle von Kindsmisshandlungen im Jahr 2021. Die Anzahl Fälle stieg von 592 auf 625 Fälle.

Im zweiten Jahr der Pandemie bestätigt sich ein Trend aus dem Vorjahr: die Anzahl gemeldeter Verdachtsfälle steigt weiterhin an. Bereits im Jahr 2020 verzeichnete die Kinderschutzgruppe einen Anstieg der Verdachtsfälle.


Im Jahr 2021 gab es insbesondere bei den Fällen von psychischer Misshandlung eine deutliche Zunahme. Die Fälle von körperlicher Misshandlung waren leicht rückläufig. Die Expertinnen und Experten der Kinderschutzgruppe vermuten jedoch eine hohe Dunkelziffer – auch bei den psychischen Misshandlungen. Den Grund für die Zunahme von psychischen Misshandlungen sehen sie in den zusätzlichen Belastungen, denen Familien aufgrund der Pandemie ausgesetzt sind.


Medienmitteilung des Kinderspitals Zürich vom 17. Januar 2022

Mehr Kinder werden misshandelt, Artikel in der NZZ vom 18. Januar 2022

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