Liebe Leserin, lieber Leser

Die Folgen der Pandemie sind für viele Kinder und Jugendliche in der Schweiz nach wie vor spürbar – nun folgt mit der Invasion in der Ukraine die nächste Krise. Tausende Menschen, darunter viele Kinder, haben in der Schweiz bereits Schutz gesucht. Zahlreiche Mitgliederorganisationen des Netzwerks Kinderrechte Schweiz engagieren sich für diese Kinder und ihre Familien. Die UN-Kinderrechtskonvention ist Richtschnur für ihre Versorgung, ihren Schutz und ihre Beteiligung. Es ist zentral, dass Standards für die Unterbringung und Betreuung und den Schutz dieser Kinder auch in dieser Ausnahmesituation eingehalten werden und der Zugang zu Bildung und zur Gesundheitsversorgung gesichert ist. Gleichzeitig sollte dies zum Anlass genommen werden, die Umsetzung der Rechte aller geflüchteter Kinder unabhängig ihrer Herkunft oder ihres Aufenthaltsstatus zu verbessern.

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Themen
Übersetzungen der Empfehlungen des UN-Kinderrechtsausschusses an die Schweiz liegen vor
Rückschau auf die Frühjahrssession 2022
Ausserfamiliäre Unterbringung: Der Bundesrat will eine nationale Statistik schaffen
Lebensumstände in Rückkehrzentren verletzen Kinderrechte
Recht auf gewaltfreie Erziehung: Ständeratskommission vertagt Entscheid
Rolle des Kinderspitals Zürich bei Operationen an Intersex-Kindern untersucht
Kanton Zürich will Situation von Kindern mit inhaftierten Elternteilen verbessern
Zunahme der Fälle von psychischer Misshandlung und Vernachlässigung
Übersetzungen der Empfehlungen des UN-Kinderrechtsausschusses an die Schweiz liegen vor
Der UN-Kinderrechtsausschuss verabschiedete am 27. September 2021 seine Schlussbemerkung mit Empfehlungen für eine bessere Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in der Schweiz und legte diese per 22. Oktober 2021 in finaler Fassung vor. Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat die Empfehlungen nun ins Deutsche, Französische und Italienische übersetzt.
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Rückschau auf die Frühjahrssession 2022
Die eidgenössischen Räte haben verschiedene Geschäfte behandelt, die für die Kinderrechte relevant sind. Unter anderem hat der Nationalrat den Weg geebnet für die Stärkung der politischen Partizipation von Jugendlichen: er entschied über die weiteren Schritte zur parlamentarischen Initiative Arslan «Den jungen Menschen eine Stimme geben. Aktives Stimm- und Wahlrecht für 16-Jährige als erster Schritt ins aktive politische Leben». Der Nationalrat hat mit 99 zu 90 Stimmen entschieden, an der Initiative festzuhalten. Die staatspolitische Kommission des Nationalrats wird nun einen Umsetzungsvorschlag ausarbeiten und zur Diskussion bringen. Das Netzwerk Kinderrechte Schweiz begrüsst diesen Etappensieg für mehr politische Mitbestimmung von Jugendlichen ausdrücklich.
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Ausserfamiliäre Unterbringung: Der Bundesrat will eine nationale Statistik schaffen
Der Bundesrat hat gemäss einer Medienmitteilung beschlossen, eine nationale Statistik zu ausserfamiliär untergebrachten Kindern zu schaffen. Das Netzwerk Kinderrechte begrüsst, dass der Bundesrat diese Lücke in der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention endlich schliessen will und hofft auf eine rasche Umsetzung.
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Lebensumstände in Rückkehrzentren verletzen Kinderrechte
Die Nationale Kommission zur Verhütung von Folter (NKVH) zeigt sich in ihrem Bericht zu den Rückkehrzentren im Kanton Bern besorgt über die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen. Sie stellt eine Verletzung der UN-Kinderrechtskonvention fest.
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Recht auf gewaltfreie Erziehung: Ständeratskommission vertagt Entscheid
Die Rechtskommission des Ständerats hat in ihrer Sitzung vom 17. Februar den Entscheid zur Motion 19.4632 «Gewaltfreie Erziehung im ZGB verankern» vertagt. Die Kommission will erst den Bericht des Bundesrates zum Postulat 20.3185 «Schutz von Kindern vor Gewalt in der Erziehung» abwarten und wird die Beratung bis dahin verschieben.
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Rolle des Kinderspitals Zürich bei Operationen an Intersex-Kindern untersucht
Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe der Universität Zürich hat die Rolle des Universitäts-Kinderspitals Zürich bei der Einführung von geschlechtsverändernden Operationen an intersex-Kindern zwischen 1945 und 1970 untersucht. In ihrem Fazit kritisieren die Forschenden die tabuisierende Kommunikation, mangelnde Aufklärung und das paternalistische Verhältnis zwischen Ärzt*innen und Patient*innen. Die Durchführung der Operationen an sich wird hingegen nicht hinterfragt.
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Kanton Zürich will Situation von Kindern mit inhaftierten Elternteilen verbessern
Wenn ein Elternteil verhaftet wird, sind Kinder stark mitbetroffen – und gingen bislang auf staatlicher Seite meist vergessen. Der Kanton Zürich will dies nun ändern und den Bedürfnissen von Kindern inhaftierter Eltern stärker Rechnung tragen.
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Zunahme der Fälle von psychischer Misshandlung und Vernachlässigung
Die Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle des Universitäts-Kinderspitals Zürich vermeldet eine Zunahme der Verdachtsfälle von Kindsmisshandlungen im Jahr 2021. Insbesondere bei den Fällen von psychischer Misshandlung ist eine deutliche Zunahme zu verzeichnen. Den Grund sehen die Expertinnen und Experten der Kinderschutzgruppe in den zusätzlichen Belastungen, denen Familien aufgrund der Pandemie ausgesetzt sind.
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Geschäftsstelle Netzwerk Kinderrechte Schweiz
c/o polsan AG, Effingerstrasse 2, CH-3011 Bern, Telefon +41 31 508 36 14
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