UN-Empfehlungen an die Schweiz

Empfehlungen des UN-Kinderrechtsausschusses an die Schweiz

Nach dem Abschluss des letzten Berichtszyklus (2012 – 2015) hat der UN- Kinderrechtsausschuss Empfehlungen für eine bessere Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention und der dazugehörigen Zusatzprotokolle in der Schweiz veröffentlicht (Concluding Observations). Die 108 Einzelempfehlungen zeigen, dass es in der Schweiz nach wie vor viel zu tun gibt bei der Umsetzung der UN-KRK. Bund und Kantone müssen dafür sorgen, dass die Politik, die Verwaltungsstellen, aber auch die Gerichte und Behörden alle notwendigen Massnahmen ergreifen, um die Empfehlungen umzusetzen.


Position des Netzwerks Kinderrechte Schweiz  

Das Netzwerk Kinderrechte Schweiz hat zentrale Empfehlungen zu den strukturellen Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Kinderrechtskonvention in der Schweiz in einem Positionspapier konkretisiert. Das Papier zeigt auf, welche Schritte Bund, Kantone und Parlament zu ihrer Umsetzung gehen können.


Die Empfehlungen des UN-Kinderrechtsausschusses umsetzen; Positionspapier des Netzwerks Kinderrechte Schweiz, 2015


In einer jährlichen Bilanz beleuchtet das Netzwerk Kinderrechte Entwicklungen bei der Umsetzung der Empfehlungen zur Schaffung von starken Rahmenbedingungen für den Schutz, die Förderung und die Beteiligung von Kindern.


Bilanz 2019 zur Umsetzung der Concluding Observations des UN-Kinderrechtsausschusses

Bilanz 2018 zur Umsetzung der Concluding Observations des UN-Kinderrechtsausschusses

Bilanz 2017 zur Umsetzung der Concluding Observations des UN-Kinderrechtsausschusses

Bilanz 2016 zur Umsetzung der Concluding Observations des UN-Kinderrechtsausschusses


2018: Bund verabschiedet Massnahmenpaket

Im Dezember 2018 hat der Bundesrat Massnahmen zur Schliessung von Lücken bei der Umsetzung der Kinderrechtskonvention in der Schweiz beschlossen. Die elf Massnahmen betreffen den Jugendstrafvollzug, den Schutz der Kinder vor Gewalt, fremdplatzierte Kinder, Kinder mit einem inhaftierten Elternteil, Kinder mit Autismus-Spektrums-Störungen sowie die Sensibilisierung von Berufsgruppen, die mit Kindern arbeiten.  

Das Massnahmenpaket bleibt aber sehr selektiv und gibt in zentralen Kinderrechtsbereichen keine konkreten Umsetzungsleitlinien. So sieht der Bund weder eine nationale Kinderrechtsstrategie und -politik vor, noch die Weiterführung der für die Umsetzung unverzichtbaren Koordination zwischen Bund und Kantonen. Eine nationale Kinderrechtspolitik und Koordination wären jedoch zentral, damit sich die verschiedenen Akteure in der Kinder- und Jugendförderung daran orientieren und die gleiche Stossrichtung verfolgen können. Dies setzt auch eine Verbesserung der Datenlage in allen Bereichen voraus, die Kinder und Jugendliche betreffen. Dies ist jedoch immer noch nicht systematisch vorgesehen. Ausserdem lässt das Massnahmenpaket Herausforderungen betreffend besonders verletzlicher oder benachteiligter Gruppen, insbesondere Minderjährigen im Migrations- und Asylbereich, vollständig aus.


Bericht des Bundesrats, Massnahmen zur Schliessung von Lücken bei der Umsetzung der Kinderrechtskonvention,19. Dezember 2018.

Medienmitteilung des Netzwerks Kinderrechte zum Massnahmenpaket des Bundes, 19.12.2018


2016: Zuständigkeiten festgelegt

Auf Bundesebene ist das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) für die Berichterstattung zur und Koordination der Umsetzung der UN-KRK zuständig. Das BSV hat im Mai 2016 in Zusammenarbeit mit der Konferenz der Sozialdirektorinnen und -direktoren (SODK) und dem Netzwerk Kinderrechte Schweiz eine Übersicht über die Ansprechpartner*innen zu den Empfehlungen veröffentlicht.


Akteurslandschaft Umsetzung Concluding Observations