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12.12.2013

Positionspapier: Caritas kritisiert Asylpolitik in Bezug auf Kinderrechte

Caritas wirft der Schweiz in einem neuen Positionspapier vor, in der Asylpolitik grundlegende Kinderrechte nicht einzuhalten.

Caritas ortet im Positionspapier "Kinder und Jugendliche in den Zwängen des Asylrechts" dringenden Handlungsbedarf. Sie fordert die Schweiz auf, den Verpflichtungen nachzukommen, die sie mit der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention eingegangen ist, um so Kinder und Jugendliche im Asylbereich besser zu schützen (vgl. Medienmitteilung, 12.12.2013).

Gemäss Caritas hält die Schweiz grundlegende Kinderrechte, wie das Recht auf besonderen Schutz, auf Bildung oder auf einen angemessenen Lebensstandard und Partizipation, nicht ein. Flüchtlingskindern fehlen laut Caritas in der Schweiz kinder- und jugendgerechte Unterkünfte sowie geeignete Betreuung und Unterstützung in der Bildung. Zudem würden minderjährige Asylsuchende oft jahrelang im Ungewissen darüber gelassen, ob sie in der Schweiz bleiben dürfen. Ist dies nicht der Fall, würden sie häufig ohne Anhörung in ihr Herkunftsland zurückgeschickt.

Um die Kinderrechtskonvention einzuhalten, fordert die Caritas deshalb u.a. die Wiedereinführung der Botschaftsgesuche, eine schnelle Platzierung von Familien und Kindern in geeigneten Unterkünften sowie den sofortigen Schulbesuch und die Anhörung der asylsuchenden Kinder und Jugendlichen vor Rückschaffungen.