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28.08.2013

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden ohne Pikettdienst

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) im Kanton Zürich arbeiten ohne Pikettdienst. Dies erschwert die Arbeitsteilung zwischen den zivilen und den strafrechtlichen Behörden.

An einem Fallbeispiel geht die NZZ vom 28. August 2013 auf die Problematik ein, dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) im Kanton Zürich ohne Pikettdienst arbeiten. Dies hat das Kantonsparlament im Rahmen der Einführungsgesetzgebung aus Spargründen beschlossen.

Die Autorin Brigitte Hürlimann macht drei Schwachstellen rund um den Kindessschutz aus:

  • fehlender Pikettdienst der zivilen Behörden (also der KESB)
  • nicht immer reibungslos funktionierende Zusammenarbeit zwischen zivilen und strafrechtlichen Gremien
  • Problem der Finanzierung der in Notfällen beschlossenen Massnahmen (wie z.B. Fremdplazierung eines Kindes)

 

Im Gegensatz zum Kanton Zürich kennt beispielsweise der Kanton Solothurn einen gesetzlich verankerten Pikettdienst.