Netzwerk Kinderrechte Schweiz gegründet
Zürich, 13. November 2003.
Im Rahmen einer Tagung wurde am 6. November 2003 das Netzwerk Kinderrechte Schweiz gegründet mit dem Ziel, die Anerkennung und Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes stärker zu fördern. 25 Organisationen haben hierzu ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das die Zusammenarbeit der verschiedenen im Bereich Kinder und Jugendliche tätigen Organisationen besser vernetzen und gleichzeitig ein geschlossenes Auftreten in der öffentlichen Diskussion über Kinderrechtsthemen ermöglichen soll.
Kindern geht es in der Schweiz – gemessen am internationalen Standard – gut. Dennoch bestehen in der Schweiz Lücken bei der Umsetzung der Konvention über die Rechte des Kindes, welche die Schweiz 1997 ratifiziert hat. Dies hat unter anderem auch der Schattenbericht der 46 Nichtregierungs-Organisationen gezeigt, welcher 2002 zu Handen des UN-Kinderrechtsausschusses veröffentlicht wurde. Um die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechtes des Kindes und die Koordination unter den Organisationen stärker zu fördern, ist am 6. November 2003 das Netzwerk Kinderrechte Schweiz gegründet worden. 25 Organisationen, die im Bereich Kinder und Jugendliche tätig sind, haben hierzu ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, ein Grundsatzpapier, das die Zusammenarbeit und die damit verbundenen Zielsetzungen dieser Organisationen regelt.
Mehr Gewicht in der öffentlichen Diskussion
Ziel des Netzwerk Kinderrechte Schweiz ist, die Anerkennung und die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes gezielt zu unterstützen, indem beispielsweise gemeinsame Stellungnahmen zu Fragestellungen oder Massnahmen im Bereich Kinderrechte und Kinderpolitik erarbeitet werden oder ein breiter Fachdialog über die Umsetzung der Kinderrechtskonvention unterstützt wird. Zudem begleitet das Netzwerk das Berichterstattungsverfahren des Bundes, welcher sich mit der Unterzeichnung der Konvention verpflichtet hat, alle fünf Jahre gegenüber dem UNKinderrechtsausschuss Rechenschaft über die Umsetzung der Konvention abzulegen. Durch die verstärkte Koordination soll die Meinung der Nichtregierungs-Organisationen mehr Gewicht in der öffentlichen Diskussion über die Rechte des Kindes erhalten.
Breit abgestützt bei den Organisationen
Initiert wurde das Netzwerk von Coordination des Droits de l’Enfant, Kinderschutz Schweiz, pro familia, pro juventute und UNICEF Schweiz, unter deren Federführung der letztjährige Schattenbericht entstanden ist und welche seit 1997 die Koordinationsarbeit geleistet haben. Bei der Ausarbeitung des Memorandum of Understanding waren überdies Enfants du Monde, das Institut International des Droits de l’Enfant, die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) und die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi beteiligt. 25 Organisationen sind dem Netzwerk gleich zu Beginn beigetreten, was zeigt, dass das Netzwerk einem klaren Bedürfnis entspricht und das Memorandum of Understanding breit abgestützt ist.
Das Netzwerk besteht aus einem äusseren und einem inneren Kreis. Letzterer ist vor allem für die Koordination und die Umsetzung zuständig. Darin vertreten sind Enfants du Monde, Fondation Terre des hommes, Fondation Suisse du Service Social International, Institut International des Droits de l’Enfant, Kinderlobby Schweiz, Kinderschutz Schweiz, Pfadibewegung Schweiz, pro juventute, Stiftung Kinderdorf Pestalozzi sowie UNICEF Schweiz. Als Koordinationsstelle fungiert die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi.
Weitere Auskünfte
Markus Mader, Koordinationsstelle Netzwerk Kinderrechte, Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, Tel. 071 343 73 73 , Natel: 079 323 00 47 Alexander Rödiger, Leiter Kommunikation UNICEF Schweiz, Tel. 01 317 22 20, Natel: 076 566 58 93
